Leben

Smartphones bewusster nutzen für mehr Wohlbefinden

Für viele ist das Smartphone ein Segen und entsprechend häufig und vielseitig wird es genutzt. Wie aktuelle Studienergebnisse jedoch zeigen, stellen Menschen vermehrt negative Auswirkungen des Smartphones auf ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit fest. Dabei genügen schon ein paar einfache Strategien, um gesünder mit dem Smartphone umzugehen.

Digital Detox – Pause von der digitalen Arbeit

20. Nov. 2020

Verbringen Sie auch zu viel Zeit vor dem Bildschirm? Nicht nur das Privatleben, sondern auch der Beruf wird immer digitaler. Um nicht unter der Dauerverfügbarkeit zu leiden, sondern nach einem Arbeitsalltag und in Pausen richtig entspannen zu können, ist es wichtig, zwischendurch mal abzuschalten. Wir geben Ihnen Tipps, wie Digital Detox funktionieren kann.

Bewusst genießen und glücklich sein

Es ist Zeit umzudenken“, sagt Katharina Bernecker. Sie ist Motivationspsychologin an der Universität Zürich und forscht unter anderem zum Thema „hedonistische Zielverfolgung“. In ihrer neuesten Studie konnte sie zeigen, dass unsere Fähigkeit zu genießen mindestens genau so viel zu unserer Zufriedenheit beiträgt wie Selbstkontrolle.

Masken erschweren es, Mimik zu lesen

Gesichtsmasken zu tragen, ist eine wesentliche Hygienemaßnahme, die verhindern soll, dass bestimmte Atemwegserkrankungen wie COVID-19 übertragen werden. „Obwohl immer mehr Europäerinnen und Europäer solche Masken akzeptieren, haben viele das Gefühl, dass die soziale Interaktion durch das Tragen einer Maske beeinträchtigt wird. Das stellt ein großes Hemmnis für das konsequente Tragen der Masken dar“, erläutert Wahrnehmungspsychologe Prof. Dr. Claus-Christian Carbon. Der Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Universität Bamberg hat dazu eine experimentelle Studie durchgeführt.

Jung, weiblich und extravertierter?

Ausgewertet wurden für die Studie Online-Fragebögen von rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, die ein Smartphone besitzen. Im Durchschnitt betrug das Alter der Teilnehmenden 35,53 Jahre alt, ein Großteil der Befragten war zwischen 22 und 49 Jahren alt. In der Stichprobe erwies sich der Messenger-Dienst WhatsApp als die am häufigsten verwendete Plattform mit der größten Reichweite (92 %), dahinter folgen Facebook (57,7 %) und Instagram (46,3 %).

Besitzer von Autos mit hohem Status auf Kollisionskurs

Warum hat man den Eindruck, dass BMW- und Audi-Besitzer oft wie Idioten fahren? Ist es das Auto, das sie dazu bringt, sich hinter dem Steuer aggressiv zu verhalten, oder fühlen sich Menschen, die eher gegen Verkehrsregeln verstoßen, zu solchen Autos hingezogen? Die Forschung von Jan-Erik Lönnqvist, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Helsinki, liefert dazu einige Antworten.

Unter Unsicherheit entscheiden wir nicht rational

Wir treffen Entscheidungen unter Unsicherheit nicht in einer Weise, die wir gemeinhin als „rational“ beschreiben würden. Diese grundlegende Erkenntnis der Entscheidungsforschung des renommierten Psychologen Daniel Kahneman und des Kognitionsforschers Amos Tversky hat nun eine großangelegte internationale Studie bestätigt. Gleichzeitig belegte sie ihre weltweite Anwendbarkeit.

Mit Self-Nudging gegen den inneren Schweinehund

Obwohl wir es doch besser wissen, entscheiden wir uns oft für Dinge, die uns nicht guttun, und ärgern uns später darüber. Dabei können wir unsere Selbstkontrolle stärken, indem wir unsere Umgebung nur etwas verändern. Wie das funktionieren kann, stellen Wissenschaftler der Universität Helsinki und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung im Journal Behavioural Public Policy vor.

Eklat um die Zeitschrift „Wirtschaftspsychologie“

Anlass des Rücktritts war ein Streit um den Review-Prozess eines in der Ausgabe 4/19 der „Wirtschaftspsychologie“ publizierten Beitrags. Wie die zurückgetretenen Mitherausgeber, die Professoren Dr. Fabian Christandl (Hochschule Fresenius, Köln), Dr. Michael Dick (Universität Magdeburg), Dr. Annette Kluge (Universität Bochum) und Dr. Theo Wehner (em., Eidgenössische Technische Hochschule Zürich), erklären, hat der erschienene und in ihren Augen wissenschaftlich mangelhafte und tendenziöse Text „ein Reviewverfahren mit zwei anonymen Gutachtern durchlaufen, die die Publikation nach Änderungen empfahlen. Die Änderungen wurden vom geschäftsführenden Herausgeber geprüft und der Text zur Publikation freigegeben. Ein Teil der Herausgeber hat weder von der Einreichung, noch von der Begutachtung, der Freigabe oder der öffentlichen Anpreisung des Textes via Push-Mail durch den Verlag gewusst und war von der Entscheidung, diesen Text zu publizieren, ausgeschlossen.“

Das Streben nach Stolz

Es ist bekannt, dass Menschen sich stärker anstrengen, wenn sie das Gefühl haben Situationen unter Kontrolle zu haben. Generell daran zu glauben, dass man den Lauf der Dinge beeinflussen kann, schützt außerdem davor, eine psychische Störung wie etwa eine Depression zu entwickeln“, sagt David Stolz, Doktorand an der Universität Lübeck und Erstautor dieser Studie. Im Rahmen der Studie haben insgesamt 129 junge Erwachsene drei verschiedene einfache Aufgaben gelöst, die als unterschiedlich kontrollierbar wahrgenommen wurden aber gleichermaßen belohnt wurden. In der ersten Aufgabe musste ein Knopf gedrückt werden, wodurch eine zufällige Lotterie gestartet wurde, während in einer zweiten Aufgabe wie bei einem Münzwurf auf eine von zwei Seiten gewettet werden musste. In der entscheidenden Aufgabe mussten die Probanden sich allerdings bemühen unter vielen ähnlich hellen Feldern das hellste zu finden. Diese Aufgabe ließ die Teilnehmenden glauben, dass ihr Können und ihre Anstrengung darüber entscheiden, ob sie eine Belohnung erhalten würden. Zwischendurch sollten sie außerdem einschätzen wie glücklich und wie stolz sie sich gerade fühlten. Wie erwartet stieg das Gefühl Kontrolle zu haben erheblich an, wenn der Gewinn von eigenen Fähigkeiten abhing und Belohnungen machten die Teilnehmenden glücklicher und sie berichteten größeren Stolz, wenn sie glaubten, einen Gewinn selbst verursacht zu haben.

Gesünder und glücklicher dank Facebook-Verzicht

Zwei Wochen lang 20 Minuten weniger Zeit pro Tag auf Facebook: Zu diesem Experiment lud ein Team der Psychologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) 140 Testpersonen ein. Glück für die, die mitgemacht haben: Hinterher bewegten sie sich mehr, rauchten weniger und waren zufriedener. Suchtartige Symptome hinsichtlich der Facebook-Nutzung gingen zurück. Und diese Effekte blieben auch drei Monate nach dem Ende des Experiments erhalten. Über die Ergebnisse berichtet die Gruppe um Dr. Julia Brailovskaia in der Zeitschrift „Computers in Human Behavior“

Teufelskreis des Zynismus

Respektlose Behandlung zu erfahren, kann laut den Ergebnissen einer Studie von internationalen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen zur Entwicklung eines zynischen Menschenbildes führen. Ein zynisches Menschenbild trägt wiederum dazu bei, dass Menschen weitere respektlose Behandlung durch andere erfahren und sich auch selbst respektlos gegenüber anderen verhalten.