Immer schön absichern! Ursachen von defensiven Entscheidungen
10. September 2019
Obwohl sie es eigentlich besser wissen, entscheiden sich Entscheidungstragende häufig nicht für die sachlich beste Option. Stattdessen wählen sie die Option, welche das geringste Risiko für die eigene Person birgt. Wie häufig Entscheidungstragende auf solche sogenannten defensiven Entscheidungen setzen und wie eine mangelnde Kommunikations- und Fehlerkultur dieses Verhalten bedingt, hat ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung untersucht. Dafür befragten sie 950 Führungskräfte einer öffentlichen Einrichtung. Die Ergebnisse der Studie sind im Journal Business Research erschienen.
BigBrotherAward für Precire
13. August 2019
Das Aachener Start-up behauptet, anhand der Stimmanalyse ein Persönlichkeitsprofil einer Person erstellen zu können. Sie werte dabei die Tonhöhe aus, die verwendeten Wörter und die Lautstärke und vergleiche das Gesprochene mit den Daten von 5000 Personen, deren Sprechweise gespeichert und deren Charakter ermittelt wurde, heißt es in der Laudatio. Precire wird angeblich bereits in mehr als hundert Unternehmen eingesetzt, etwa bei der Bewerberauswahl oder Personalentwicklung beim Zeitarbeitsvermittler Randstad, dem Versicherungskonzern Talanx und dem Flughafenbetreiber Fraport. In Callcentern soll die Software angeblich herausfinden, ob ein Anrufer verärgert ist, bei der Meldung eines Versicherungsschadens lügt oder in der richtigen Stimmung ist, um ihm ein interessantes Angebot machen zu können.
Konstruktiv führen steigert das Wohlbefinden
18. Juli 2019
Organisieren, koordinieren, Verantwortung tragen – Führungskräfte müssen viel leisten und ein verlässlicher Faktor für Unternehmen und Mitarbeitende sein. Da spielt ihre Gesundheit eine entscheidende Rolle. Erkenntnisse über das Wohlbefinden von Mitarbeitenden gibt es in der Wissenschaft bereits. Weniger bekannt ist, wie es um das Wohlbefinden von Führungskräften und dessen Zusammenhang mit Führungsstilen steht. Ein Forschungsteam von Wissenschaftler:innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Koblenz-Landau veröffentlichte kürzlich eine Meta-Studie über dieses Zusammenspiel im Fachjournal Work & Stress.
Ausgabe 2/2019
30. Juni 2019
Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis berichten hier fundiert und anschaulich über psychologische Erkenntnisse aus der Forschung und deren Umsetzung in Unternehmen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband
Tiefe Emotionsarbeit entspannt
9. Mai 2019
Friedemann Nerdinger, Wirtschaftspsychologe an der Universität Rostock, hat in der Zeitschrift Report Psychologie Forschungsergebnisse zur Emotionsarbeit zusammengetragen. Wenn Kundenberater*innen ständig lächeln sollen, kann das langfristig zur Erschöpfung führen. Es gibt aber auch eine konstruktive Emotionsarbeit: Tiefenhandeln. Dabei wird versucht, negative Gefühle abzubauen, sodass Erleben und Verhalten wieder im Einklang stehen.
Treffgenau mit Taylor-Russel-Tafeln
2. Mai 2019
Viel gerühmt, wenig genutzt: die Taylor-Russell-Tafeln. Dabei gründen sie auf einen wichtigen Zusammenhang in der Eignungsdiagnostik.
Mitarbeiter- oder Aufgabenorierntierte Führung haben Bestand
25. April 2019
Lang ist’s her, als im Rahmen der berühmten Leadership Studies an der Ohio State University in den 1950er Jahren zwei zentrale Führungsstile gefunden wurden: Consideration und Initiation of Structure.
Valide und zeiteffizient: Das Multimodale-Interview
11. April 2019
Bei einem mittelständischen Autozulieferer sollen neue Ingenieure eingestellt werden. In der Regel werden in diesem Unternehmen Interviews zur Endauswahl der Bewerber eingesetzt. Entschieden wird nach der wenig elaborierten Regel: Wer augenscheinlich gut zu uns passt, den nehmen wir. Wie lässt sich die Auswahlentscheidung verbessern, wenn der Zulieferer keine weiteren Testverfahren oder ein Assessment-Center einsetzen will? Zum Beispiel durch das Multimodale Interview von Heinz Schuler, Professor an der Universität Hohenheim und ausgewiesener Spezialist für knifflige personalpsychologische Fragen.
Wie entwickelt sich eine Karriere?
4. April 2019
Wie entwickelt sich eine Karriere? Das war die zentrale Frage, die Donald E. Super (1910-1994) Zeit seines Lebens bewegte. Er lehrte Psychologie an der Columbia University und gilt als einer der Pioniere in der modernen Laufbahnforschung. Schon früh griff er entwicklungs- psychologische Ansätze auf und formulierte in seinem ersten Hauptwerk „Psychology and Careers“ von 1957 fünf generelle Laufbahnstadien. Später ergänzte er seine Perspektive der Lebenszeit um die des Lebensraums. Er zeigte, wie ein Mensch im Laufe seiner Entwicklung seinen einzelnen Rollen (Beruf, Freizeit, Eltern) gerecht wird, die der jeweilige Lebensraum erfordert.

