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Partnerschaftliches Denken fördert Commitment

Paula C. Morrow ist Professorin für Management an der Iowa State University. Sie ist Expertin für Commitment am Arbeitsplatz. Im Journal of Vocational Behavior hat sie die Ergebnisse bisheriger Längsschnittstudien zur Bindung ans Unternehmen zusammengefasst. Warum Längsschnittstudien? Weil aus ihnen hervorgeht, ob und wie man die Bindung der Mitarbeitenden ans Unternehmen ursächlich beeinflussen kann. Anhand dieser Ergebnisse lässt sich ableiten, wie man Commitment managen und damit verbessern kann.

Checkliste für Entscheidungen ohne Wahrnehmungsverzerrung

Daniel Kahneman, Dan Lovallo und Olivier Sibony haben daher im Harvard Businessmanager eine Checkliste zusammengestellt, wie sich diese Wahrnehmungszerrungen vermeiden lassen. Diese Checkliste umfasst 12 Aktionen. Im Originalbeitrag werden diese Aktionen als Fragen formuliert und mit konkreten Fallbeispielen zu einer Preissenkungs-, Investitions- und Akquisitionsentscheidung illustriert.

Bauch schlägt Kopf bei komplexen Entscheidungen

Viele Businessprofis bezweifeln, dass haarkleines Abwägen der Königsweg zur richtigen Entscheidung ist. Sie setzen auf Intuition, Gefühl, Erfahrung, den Bauch. Aber beweisen können sie meistens auch nicht, ob Intuition wirklich besser als Logik ist. In diese Lücke der fälligen Beweislast stößt der neue Beitrag „Soll ich auf meinen Bauch hören?“ von Joseph Mikels, Assistenzprofessor an der DePaul University in Chicago, und seinen Kollegen – veröffentlicht in einer Ausgabe der Fachzeitschrift Emotion.

Wie der Alltag zum Lichtblick wird

Wie können Beschäftigte an einem ganz normalen Arbeitstag aufblühen? Das haben Barbara Fredrickson und Lahnna Catalino in einer Studie untersucht. Dabei waren es die kleinen Dinge, die sich positiv auswirkten: jemandem helfen, sich verabreden, spielen, lernen, meditieren. Wenn die Teilnehmenden diese erfreulichen kleinen Dinge intensiv wahrnehmen und genießen konnten, wurden sie achtsamer und fühlten sich langfristig wohler.

Maßgeschneiderte Unternehmenskultur ist erfolgreich

Wie hängen Unternehmenskultur und Unternehmenserfolg zusammen? Chad Hartnell und seine Forscherkolleg(inn)en von der Arizona State University haben vier Kulturtypen (Clan, Adhocracy, Markt-Kultur, Hierarchie) in Relation zu ihrem Erfolg gesetzt. Die Ergebnisse: Am zufriedensten waren Mitarbeiter einer Clan-Kultur, in der auch die besten Produkte hergestellt wurden. Am innovativsten und rentabelsten waren marktorientierte Kulturen. Außerdem zeigte sich, dass die Kulturtypen mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufwiesen.

Spitzenarbeitsbedingungen steigern Leistung und Mitarbeiterbindung

Eine Arbeitsgruppe um Jake G. Messersmith hat sich Spitzenarbeitsbedingungen, sogenannte High-Performance Work Systems, genauer angeschaut. Das sind gebündelte Personalmaßnahmen, und sie bewirken, dass sich die Mitarbeiter enger ans Unternehmen binden und leistungsfähiger werden.

Paradoxe Intention senkt Erwartungsängste

Manchmal ist es vertrackt. Man steckt sich ehrgeizige Ziele, erreicht dadurch aber anscheinend noch weniger. Es kommt etwas dazwischen, die Arbeit stockt, man sieht seine Vorsätze schwinden. Das schlechte Gewissen und die Angst zu versagen führen dann dazu, dass man seine Zielliste wieder und wieder verlängert – mit noch mehr Gewissensbissen. Ein Teufelskreis ist in Gang gesetzt.

Ausgabe 3/2018

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische ...

Unbewusste Motive zur Personalauswahl

Antje Köhler hat zusammen mit ihren Kollegen Hans-Peter Erb und Jan Eichstaedt unbewusste Motive im Zusammenhang mit der Personalauswahl untersucht. Dabei nutzte sie ein neues Messverfahren, das auf Reaktionszeiten für motivähnliche Wörter beruht. Die so gemessenen unbewussten Motive hingen mit Persönlichkeitseigenschaften zusammen, sagten allerdings Ergebnisse im Assessment Center nur mäßig und Prüfungsnoten überhaupt nicht voraus.

Mit präventivem Gesamtkonzept Burnout vorbeugen

Burnout-Prävention sollte mit einem psychologisch fundierten Gesamtkonzept erfolgen. Das betonen Sabine Siegl, Frank Jacobi und Ulrich Schübel vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Um berufsbedingten Burnout anzugehen, müssen zunächst die Symptome bestimmt und deren Häufigkeit eingeschätzt werden. Das präventive Gesamtkonzept sollte alle Unternehmensebenen und Akteure einbeziehen: Unternehmensleitung, Führungskräfte und Mitarbeitende.

Dienende Chefs sind ein Gewinn

Suzanne Peterson ist Assistenzprofessorin für Management an der Arizona State University. Sie forscht zu Führung und positivem Verhalten in Unternehmen. In ihrer Studie, die sie mit Benjamin Galvin und Donald Lange in der Fachzeitschrift Personnel Psychology veröffentlicht hat, widmet sie sich der dienenden Führung.

Die entscheidenden Werte eines Menschen

Shalom Schwartz, Psychologieprofessor im Ruhestand an der Hebräischen Universität in Jerusalem, hat in den 1980er Jahren seine „Theorie grundlegender individueller Werte“ entwickelt. Anfangs waren es zehn Werte, die ein Mensch haben kann und die überall auf der Welt gelten, zum Beispiel Selbstbestimmung, Macht, Sicherheit oder Wohlwollen.