Führung

Mit klugen Wünschen zur Problemlösung

Ein frommer Wunsch reicht nicht. Man muss auch die Hürden auf dem Weg zur Wunscherfüllung und Zielerreichung kennen. Das geht mit mentalem Kontrastieren. Eine Studie zeigt, wie damit Personalmanager ihre Alltagsprobleme besser in den Griff bekommen.

Bauch schlägt Kopf bei komplexen Entscheidungen

Viele Businessprofis bezweifeln, dass haarkleines Abwägen der Königsweg zur richtigen Entscheidung ist. Sie setzen auf Intuition, Gefühl, Erfahrung, den Bauch. Aber beweisen können sie meistens auch nicht, ob Intuition wirklich besser als Logik ist. In diese Lücke der fälligen Beweislast stößt der neue Beitrag „Soll ich auf meinen Bauch hören?“ von Joseph Mikels, Assistenzprofessor an der DePaul University in Chicago, und seinen Kollegen – veröffentlicht in einer Ausgabe der Fachzeitschrift Emotion.

Der Sinn der Selbstüberschätzung

Anschließend führten sie ein Gespräch, in dem ihr Gegenüber die besten Teilnehmenden identifizieren und sie mit einem Geldbetrag belohnen sollte. Das wurde vorab aber nur einigen mitgeteilt. Diese Information wirkte sich deutlich auf die Selbsteinschätzung aus. Proband*innen, die wussten, dass sie später andere von sich überzeugen sollten, hielten sich beim IQ-Test für besser als ihre Mitbewerber*innen. „Allein, wenn ich erwarte, später andere von mir beeindrucken zu müssen, reicht das aus, dass meine Selbsteinschätzung steigt, und das hilft mir dabei, andere tatsächlich zu überzeugen“; sagt Schwardmann. 

Durch Selbstreflexion zur besseren Führung

Selbstreflexion ist wichtig, wenn man sein Führungsverhalten verbessern will. Darauf weisen die Autoren im eDossier „Führung“ der Wirtschaftspsychologie aktuell hin. Prinzipien der Selbstbetrachtung sind dabei, das eigene Erzählen anzuregen, bestimmte Methoden einzusetzen, bewusst Themen auszuwählen, sich auf dem Weg des ehrlichen Selbstgesprächs zu bestärken, auch mit anderen darüber zu reden und aus seinen Betrachtungen lernen zu wollen.

Das Typologie-Quadrat schafft Klarheit

Soll ich mich als Vorgesetzter eher als Motivator oder als Coach verhalten? Liegt die Situation überhaupt noch in meinem Einflussbereich? Ist der Mitarbeiter vielleicht sogar nur in meiner Wahrnehmung „schwierig“? Wer die richtigen Fragen stellt, kann erfolgversprechende Lösungen finden. Dafür wurde das Modell des Typologie-Quadrats entwickelt, das bereits bei mittelständischen Unternehmen und im öffentlichen Dienst eingesetzt wurde.

Ethische Führung wirkt

Thomas Ng, Professor für Management an der Universität von Hongkong, hat zusammen mit Daniel Feldman von der Universität von Georgia eine Überblicksstudie zu den Auswirkungen ethischer Führung vorgelegt. Abgedruckt wurde sie im Journal of Applied Psychology.

Ablaufmodell ethischer Entscheidungen schafft Klarheit

Der Managementforscher Scott Heyler von der United States Air Forces Academy hat zusammen mit Kollegen 25 hochrangige Führungskräfte des US-Verteidigungsministeriums zu ethischen Entscheidungen befragt. Diese qualitative Studie steht in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift The Leadership Quarterly.

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